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Spiele wie die Schlaumäuse regen Kinder zu sprachlichem Handeln an und geben daraufhin Rückmeldung.

Fröbel Kindergarten Gotha

Pädagogisch wertvoll: Die neue Schlaumäuse-Lernsoftware

In einer wissenschaftlichen Studie wollen Studentinnen und Studenten der Universität Erfurt herausfinden, welche Fortschritte Vorschulkinder mithilfe des überarbeiteten Lernprogramms erzielen können. Die angehenden Pädagogen Jessika Kristek und Philipp König testen den Lernerfolg der Software im Fröbel-Kindergarten in Gotha.

Die fünfjährige Sarah sitzt an einem Kindergartentisch und schaut konzentriert auf ein Blatt Papier mit schwarz-weißen Zeichnungen. Ohne zu zögern zeigt das Mädchen auf die Bilder. Sie deutet auf ein Eichhörnchen und einen Pfeil und nennt eifrig die dazugehörigen Begriffe. Jetzt wird es schwieriger. Studentin Jessika Kristek legt der Vorschülerin eine weitere Aufgabe vor.
Auf dem Übungsbogen sind ein Glas, ein Becher und ein Teller abgebildet. Die angehende Pädagogin bittet Sarah, sich die Skizze genau anzusehen und nach einem Oberbegriff für die drei abgebildeten Gegenstände zu suchen. „Geschirr“, lautet die richtige Antwort. Jessika Kristek nickt zustimmend und trägt die Testergebnisse in ein Protokoll ein.

Die 30-jährige Studentin und Mutter einer siebenjährigen Tochter verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Sie möchte herausfinden, welchen Einfluss die dritte Version der „Schlaumäuse“-Lernsoftware, die im Herbst 2012 erscheint, auf die Sprachkompetenz von Vorschulkindern hat. Jessika Kristek zählt zu einer jungen Expertengruppe der Universität Erfurt, die unter der Leitung des Kindheitsforschers und Grundschulexperten Professor Dr. phil. Gerd Mannhaupt die Einführungs- und Testphase des Sprachlernprogramms im Rahmen eines Fachseminars begleitet.

Im Laufe der studienbegleitenden Untersuchung hat Jessika Kristek viele interessante Eindrücke gewonnen. Besonders faszinierend sei es für sie gewesen, wie begeistert die Kinder das neue Lernprogramm angenommen haben. „Es gab ein Mädchen in der Gruppe, das sehr schlecht Deutsch sprach. Sie war schüchtern und wirkte isoliert. Doch das änderte sich, als sie begann, mit den Schlaumäusen zu spielen“, erinnert sich Kristek. „Ihre Aufgabe bestand darin, den Anfangsbuchstaben eines Worts auszutauschen: aus einem ,Tisch‘ sollte ein ,Fisch‘, aus einer ,Dose‘ eine ,Rose‘ werden. Das Mädchen hat dies zum Erstaunen der Erzieherinnen geschafft. Jede Antwort hat sie bestärkt, und sie hat sich immer mehr ins Spiel vertieft.“

Aufmerksam zuhören, buchstabieren und schreiben – die Vier- bis Siebenjährigen entdecken die Wunderwelt der Wörter selbstständig und lernen über das Spielen, sich mit der deutschen Sprache zu beschäftigen. „Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass das neue ,Schlaumäuse‘-Programm sehr stark mit dem Kind agiert und selbsterklärend aufgebaut ist. Es ist toll für die Kinder, wenn sie nicht immer jemanden brauchen, der ihnen Hilfestellung gibt“, sagt Kristek. Vor allem die beiden Hauptfi guren Lingo und Lette erleichtern den Kindern den Zugang zum Spiel. „Vorschulkinder befi nden sich in einem Entwicklungsstadium, in dem sie stark nach Leitbildern suchen. Mit den schlauen Mäusen können sie sich identifi zieren. Sie erkennen in ihnen Eigenschaften, die sie sich selbst wünschen“, erläutert die Studentin. Ihr Testurteil: „Die neuen ,Schlaumäuse‘ erweitern den
Sprachschatz, fördern das Selbstbewusstsein und machen spielend stark.“

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Registrierung für Kitas
Alle Kitas in Deutschland sind zur Teilnahme an der Schlaumäuse-Initiative berechtigt. Nach der Registrierung steht der Download der Lernsoftware zur Verfügung.
Software-Versionen
Die neue Schlaumäuse-Software ist in drei verschiedenen Versionen erhältlich. Je nach dem welches Betriebssystem oder welche Hardware genutzt wird, empfiehlt sich eine andere Variante.