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Ilja hat mithilfe des Programms große sprachliche Fortschritte gemacht.

Kita Müggelstraße

Wortgewandt mit Schlaumäusen

Wie muss es sich für ein Kind im deutschen Alltag anfühlen, das kein Wort deutsch spricht? Sprachlos steht es da, in einem fremden Land. Umgeben von fremden Menschen und versteht buchstäblich die Welt um sich herum nicht. So ging es dem kleinen Ilja, der innerhalb weniger Monate mithilfe der Schlaumäuse die deutsche Sprache entdeckte.

Hund, Katze, Maus? Fehlanzeige! Er konnte nicht ein einziges deutsches Wort sprechen. Vier Jahre alt war Ilja, als er 2012 mit seinen Eltern aus Russland nach Berlin zog. An die Eingewöhnungsphase des kleinen Jungen in der Kita Müggelstraße kann sich Erzieherin Petra Trabandt noch sehr gut erinnern. „Seine Eltern sprachen nur gebrochen Deutsch. Ein Onkel hat die Familie begleitet und hat zunächst alles gedolmetscht.“ Keine leichte Situation, weder für das Kind, noch für die Erziehungskräfte. „Ilja war am Anfang sehr zurückhaltend. Er war verschlossen und in sich gekehrt, weil er nicht verstanden hat, was um ihn herum vorgeht“, erinnert sich die Kitamitarbeiterin an die Anfangszeit.
Die Erzieherinnen unterstützten den Kleinen mit viel Geduld und Zuwendung. Immer wieder sprachen sie Ilja alles vor und unterlegten das Gesagte mit Mimik und Gestik, damit er sich die Worte besser einprägen konnte. Auch in die Bücherei sind sie mit ihm gegangen und haben zusammen Bilderbücher angeschaut und ihm daraus vorgelesen. Es dauerte nicht lange, bis Ilja langsam auftaute. Die anderen Kinder hatten ihn bereits von Anfang an in ihr Herz geschlossen. Egal, ob er sie verstand oder nicht: „Kinder brauchen keine gemeinsame Sprache, um miteinander zu spielen. Sie können sich mit Händen, Blicken und zur Not auch mit Füßen verständigen“, sagt Petra Trabandt lachend. Natürlich war Ilja auch mit dabei, als seine neuen Kita-Freunde mit der Schlaumäuse-Software am PC spielten.

Zunächst schaute er nur zu, was die Kinder machten. Schließlich griff er beherzt zur PC-Maus und entdeckte mit Lette und Lingo die deutsche Sprache. „Iljas Vater ist Informatiker. Das Medium Computer war Ilja also von zuhause bereits vertraut. Er bewies großes Geschick im Umgang mit dem Computer und konnte das Programm daher sehr schnell bedienen“, erklärt die Erzieherin. Aus dem bloßen Ausprobieren wurde schnell immer mehr. „Ilja hat mithilfe des Programms große sprachliche Fortschritte gemacht. Man konnte quasi zuschauen, wie er immer mehr verstanden hat. Ilja hat immer besser auf die Spielanweisungen der Software reagiert und konnte die Aufgaben selbstständig durch sein wachsendes Sprachvermögen lösen.“

Rund ein halbes Jahr dauerte es, bis er sich gut verständigen konnte. Seitdem sind 18 Monate vergangen. In dieser Zeit hat Ilja weitere Fortschritte gemacht. Er ist nicht nur ein großer Schlaumäuse-Fan, der begeistert mit dem Redefluss spielt – er hat auch den Schultest bestanden! „Inzwischen möchte Ilja möglichst nur noch deutsch sprechen, auch mit seinen Eltern. Es ist toll zu sehen, wie sie Iljas Wunsch respektieren und sich gemeinsam beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen. Das ist wirklich ein Bilderbuchbeispiel für eine gelungene Integration“, so die Berlinerin.

Wenn auch Sie ein ähnliches Erlebnis in Ihrer Kita hatten, dann lassen Sie uns daran teilhaben und schreiben uns an info@schlaumaeuse.de.
Wir freuen uns über jede Schlaumäuse-Geschichte.