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Migrationshintergrund

Doppeltes Armutsrisiko

Der aktuelle Ausländerbericht zeigt: Noch immer haben Menschen mit Migrationshintergrund deutlich schlechtere Chancen in Schule und Beruf.

Schon fast jeder fünfte Bürger in Deutschland hat ausländische Wurzeln. Während die deutsche Gesamtbevölkerung schrumpft, steigt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund – vor allem weil sie jünger sind als der bundesdeutsche Durchschnitt.
Laut aktuellem Bericht der Bundesregierung über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland haben heute schon fast 35 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund. Diese Kinder sind die Zukunft der deutschen Gesellschaft. Sie sollten bestmöglich gefördert werden.
Ein Schuljahr zurück
Noch immer haben Menschen mit Migrationshintergrund schlechtere Chancen in Schule und Beruf, auch dafür liefert der Ausländerbericht Belege:
Ausländische Kinder besuchen überdurchschnittlich häufig Sonder- oder Förderschulen.
Junge Migranten liegen bei der Lesekompetenz im Schnitt um mehr als ein Schuljahr zurück.
Doppelt so viele deutsche wie ausländische Schüler erreichen die (Fach-)Hochschulreife.
Fast doppelt so viele deutsche wie ausländische Jugendliche haben einen Ausbildungsplatz
Die Arbeitslosenquote ist unter Migranten doppelt so hoch wie die der übrigen Bevölkerung.
Das Armutsrisiko von Migranten ist doppelt so hoch wie das der deutschstämmigen Bevölkerung.
Kulturelle Grenzen
Das empfinden viele Bundesbürger als nicht gerecht. In einer groß angelegten Online Befragung von Roland Berger, Bertelsmann Stiftung, Bild-Zeitung und Hürriyet vertrat eine Mehrheit der Befragten die Meinung, sozial Benachteiligten einen Aufstieg zu ermöglichen, sei eine Hauptaufgabe des deutschen Bildungssystems. Fast ein Drittel der Umfrageteilnehmer mit türkischem Migrationshintergrund wünscht sich eine bessere Förderung von Einwandererkindern. Stellvertretend für viele sagt die TV-Moderatorin Nazan Eckes, selbst Kind von türkischen Einwanderern, der Bild-Zeitung: „Gerade mithilfe frühkindlicher Erziehung und Bildung in Kindergärten und Schulen muss als kleinster gemeinsamer Nenner der Spracherwerb und der erste Austausch über kulturelle Grenzen hinweg garantiert werden.“

Besonderes Engagement
Immerhin: Die Bildungssituation der Migranten hat sich in den letzten Jahren verbessert. Schon 85 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund besuchen ab ihrem dritten Lebensjahr eine Kindertageseinrichtung (gegenüber 97 Prozent ohne Migrationshintergrund), was für den Erwerb von Deutschkenntnissen besonders wichtig ist. Hier setzt auch die Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ von Microsoft an: „Sprachtests beweisen, dass bis zu 30 Prozent der Erstklässler mit Migrationshintergrund so gravierende Verständnis- und Ausdrucksschwierigkeiten haben, dass sie dem Unterricht nur schwer folgen können“, sagt Henrik Tesch, Leiter des Bereichs Politik und gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland. „Gerade Kinder mit Migrationshintergrund profitieren von der gezielten und spielerischen Sprachförderung mit der Schlaumäuse-Software.“ Die Initiative steht seit ihrem Start im Frühjahr 2003 unter der Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums. Inzwischen beteiligen sich bundesweit
rund 10.000 Kindertageseinrichtungen.

Quellen

Bericht zur Lage von Ausländerinnen und Ausländer
9. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland (Juni 2012)
[www.bundesregierung.de | 12.03.2014 | 14:10]
Ergebnisse der Online-Bürgerbefragung
Die große Bürgerbefragung "Zukunft durch Bildung – Deutschland will's wissen" funktioniert nach dem Prinzip eines Volksentscheides: Alle können sich beteiligen. Je mehr Menschen mitmachen, desto mehr Gewicht bekommen die Ergebnisse. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, da die Befragten nicht zufällig ausgewählt wurden: Alle konnten sich beteiligen.
[www.bildung2011.de | 12.03.2014 | 14:17]