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Wir haben die visuelle Schlaumäusestation ‚Redefluss‘ in die reale Welt umgesetzt.

Spiel als reales Lernerlebnis

Kita eröffnet einen Schlaumäuse-Laden

Die Matthias-Claudius-Kita in Nürnberg hat die virtuelle Schlaumäuse-Lerneinheit „Redefluss“ zum Leben erweckt. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen verwandelten die Vorschüler einen ganzen Raum in ein Schlaumäuse-Einkaufsparadies. Mithilfe der dort angebotenen Waren üben die Kinder den Austausch und die Zuordnung von Alltagsgegenständen.

Eifrig stehen die Kinder der Matthias-Claudius-Kita in Nürnberg in ihrem Schlaumäuse-Geschäft. Der Handel mit Worten und Buchstaben könnte nicht besser sein. Voller Konzentration schreiben sie Angebotsschilder für Melonen, sortieren Zucker und Zitronen in die Regale und lassen mit Begeisterung die Kasse klingeln, die mit lauter echten Ein-Cent-Stücken gefüllt ist.
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Da kommt auch schon die erste Kundin. „Brauchen Sie Kartoffeln oder lieber ein paar Äpfel?“, fragt die junge Verkäuferin mit der grünen Schürze geschäftstüchtig und sieht das Mädchen erwartungsfroh an. „Ich möchte eine Flasche Apfelsaft, bitte. Sie steht links unten im Regal“, erwidert die kleine Einkäuferin mit fester Stimme.

Die Idee hinter dem Einkaufsspiel: „Wir haben die visuelle Schlaumäusestation ‚Redefluss‘ in die reale Welt umgesetzt“, erklärt Kita-Leiterin Elke Meyer. Bei dieser Lerneinheit helfen die Kinder den beiden Schlaumäusen Lette und Lingo nach einer Überschwemmung des Mäusebaus dabei, Sachen zurück in den Kleiderschrank zu sortieren und die Küche wieder in Ordnung zu bringen. Inspiriert vom virtuellen Spiel eröffnete die Matthias-Claudius-Kita kurzerhand einen eigenen Schlaumäuse-Laden. „Die Kinder mussten dafür die Waren in die richtigen Regale und Schränke räumen. Sie spielen hier jetzt täglich einkaufen und trainieren so die Lagebezeichnungen oben, unten, links und rechts. So entsteht eine Verknüpfung zum Alltag“, erläutert Elke Meyer weiter. Das Schlaumäuse-Einkaufsparadies erweitert nicht nur den Wortschatz und beflügelt die Fantasie, die Kinder lernen auch, auf andere Menschen zuzugehen und sich verständlich zu machen.

Das Schlaumäuse-Sprachprogramm ist seit Jahren ein erfolgreicher Lernbegleiter im Kindergartenalltag. „Wir setzen die Schlaumäuse in der Einrichtung täglich zur Sprachförderung ein – und zwar für alle Kinder, nicht nur für die Migrantenkinder“, betont die Erzieherin. Zur Erinnerung an Lette und Lingo gibt es zum Abschluss der Kindergartenzeit sogar eine besondere Auszeichnung: Jedes Kind erhält eine Urkunde, auf der die erfolgreiche Teilnahme am Schlaumäuseprogramm bestätigt wird.

Elke Meyer ist vom Lernkonzept überzeugt: „Ich wünsche den Schlaumäusen weiter viel Erfolg, damit möglichst viele Kinder diese Möglichkeit der Spracherziehung nutzen können. Und ich wünsche mir, dass die Entwicklung nicht stehen bleibt, sondern das Programm weiterentwickelt und erweitert wird!“

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