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Die Schlaumäuse helfen den jungen Besuchern dabei, die richtigen Worte zu finden.

Sprache macht stark

Gezielte Sprachförderung

TV-Moderatorin Bettina Cramer und Monique Rauchhaus, Leiterin der Arche in Berlin-Hellersdorf, verfolgen ein gemeinsames Ziel. Sie möchten Kinder durch Sprache stärken und ihnen so den Weg in eine bessere Zukunft ebnen. Wir haben nachgefragt, welche Rolle die Schlaumäuse dabei spielen.

Sprache macht stark – darin sind sich die Fernseh-Journalistin Bettina Cramer und die Berliner Arche-Leiterin Monique Rauchhaus einig. Beide setzen sich mit Herzblut für eine gezielte Sprachförderung von Kindern ein, die unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen.
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Als Arche-Botschafterin weiß die zweifache Mutter Bettina Cramer, wie wichtig es ist, gerade diesen Kindern zu helfen. „In den Einrichtungen der Archen erreichen wir Kinder, die unter Mangel leiden. Den einen fehlt es in der Familie an Geld, anderen an Zuwendung, fast allen an der nötigen Aufmerksamkeit und Förderung durch die Eltern. Aber gerade Kinder im Vor- und Grundschulalter brauchen die tägliche Auseinandersetzung mit unserer Sprache, den ersten Buchstaben, Wörtern, Sätzen. Sprechen, lesen, lernen gehören zusammen und sind die Basis für Bildung!“

Sogar Viertklässler lieben das Programm

Neue Medien wie das Schlaumäuse-Lernprogramm tragen nach Auffassung von Bettina Cramer dazu bei, das Interesse der Kinder für die Wunderwelt der Worte zu wecken. Erst kürzlich überreichte die 45-Jährige allen fünf Berliner Arche-Häusern je einen Microsoft Surface-PC mit der neuesten Version der Schlaumäuse-Lernsoftware. „Die Schlaumäuse sind ein tolles Lernprogramm für Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren. Ich weiß aber, dass in der Arche in Berlin-Hellersdorf selbst noch deutlich ältere Kinder damit arbeiten. Das spricht für das Sprachspiel, offenbart aber leider auch den Bildungsstand mancher Kinder.“

Monique Rauchhaus, Leiterin an diesem Standort bestätigt: „Aufgrund ihres sozialen Hintergrundes liegen die Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, deutlich in der sprachlichen Entwicklung zurück. Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen mit der alten Schlaumäuse-Version gemacht. Sogar Kinder, die in die vierte Klasse gehen, spielen liebend gerne mit dem Programm.“

Miteinander sprechen wird nicht (vor)gelebt

Die Schlaumäuse helfen den jungen Besuchern dabei, die richtigen Worte zu finden – eine elementare Fähigkeit, die viele von ihnen nicht beherrschen. So beobachten die Arche-Mitarbeiter immer wieder beim gemeinsamen Mittagessen oder anderen Freizeitaktivitäten, dass der Großteil der Kinder nicht weiß, wie man eine Unterhaltung führt. „Mit den Schlaumäusen lernen die Kinder Wörter zu bilden, richtig auszusprechen oder zuzuhören, wenn ihnen eine Maus das richtige Wort vorliest. Das bringt ihnen sehr viel Spaß und motiviert sie zum Weitermachen“, so Monique Rauchhaus.

Die rund 80 Vor- und Grundschulkinder, die jeden Tag in der Arche Hellersdorf verbringen, kommen nicht etwa aus Familien mit einem Migrationshintergrund. 90 Prozent der Kinder wachsen in deutschen Familien auf, in denen das Miteinander-Sprechen nicht mehr (vor)gelebt und deshalb zu einem Fremdwort wird.

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Neuerdings können die rund 80 Kinder, die täglich ihre Nachmittage in der Arche Hellersdorf verbringen, mit den Schlaumäusen die Welt der deutschen Sprache entdecken.