Das Lernprogramm ist eine gute Unterstützung und ein Baustein zur Sprachförderung.

Schlaumäuse-Jubiläum

200 Kinder feierten mit

Das Schlaumäuse-Jubiläum wurde mit einem großen Kinderfest und vielen Geschenken in Mainz gefeiert. Eine Grundschule erdachte sich das längste Wort Deutschlands und gewann – wie zehn weitere Bildungseinrichtungen – einen Tablet-PC mit Schlaumäuse-Sprachlernpaket.

Auf dem Gutenbergplatz herrscht trotz regnerischen Wetters Trubel: eine gelbe und eine blaue Maus tobten mit 200 Kindern über den bunt geschmückten Gutenbergplatz in Mainz. Die kleinen Gäste feierten den zehnjährigen Geburtstag der Sprachlernsoftware, die Microsoft 2003 ins Leben gerufen hat und die mittlerweile in rund 10.000 Einrichtungen deutschlandweit zur Sprachförderung eingesetzt wird.

Bei diesem Kinderfest wurde unter anderem das längste Wort des Jahres gekürt. Gewonnen hat:
Kindergartenabschlussfestessenvorbereitungsarbeitsgruppentreffen,
erfunden von Schülern der Feldbergschule in Mainz. Als Preis erhalten sie einen Tablet-Computer von Lenovo samt der „Schlaumäuse”-Software. Der zweite Preis ging an die Mainzer Kita Herrnweiher für das Wort „Geburtstagsschlaumäuseschokoladenpuddingpulverrezeptefinder”.
Schirmherr Manuel Höferlin (FDP) überreichte den Gewinnern die Lenovo-Tablets. Dorothee Belz von Microsoft erklärte: „Es handelt es sich um ein Sprachentwicklungsprogramm, das hauptsächlich Kindergartenkindern helfen soll, die deutsche Sprache mit Spaß zu erlernen. Zusätzlich werden sie vertraut gemacht im Umgang mit IT – in der heutigen Zeit unabkömmlich.“

Eine der Attraktionen des Fests war ein Sprachparcours, der aus fünf Stationen mit je einem Hindernis bestand. So waren die kleinen Teilnehmer aufgefordert, bei einem XXL-Memory-Spiel Reimpaare zu finden. Bei einer anderen Station sollten zwei Kinder einen Buchstaben bilden. „Das hat ganz viel Spaß gemacht“, erzählt die kleine Leni aus der Kindertagesstätte Abenteuerland aus Ober-Olm. Die kleine Vorschülerin war mit ihrer Kitagruppe, den „Piraten“, auf dem Fest. Das Schöne: ihre Kita gehörte zu den zehn Gewinnern eines Tablet-PCs. „Wir waren total überrascht und haben uns riesig gefreut“, sagt Kitaleiterin Martina Schuch.

Ihre Einrichtung bietet seit einigen Jahren das Schlaumäuse-Sprachlernspiel an. „Bei uns machen die Vorschulkinder zunächst einen Computerführerschein. Er bestätigt, dass die Kinder in der Lage sind, 20 Minuten pro Woche allein am Computer mit den Schlaumäusen spielen zu können“, berichtet Martina Schuch. In der Kita Abenteuerland werden die Kinder an verschiedene Medien herangeführt. Neben Fotoapparaten und Digitalkameras gehört der sinnvolle Umgang mit dem Computer dazu. „Er ist Bestandteil des Alltags und später Handwerkszeug im Berufsleben. Wir wollen die Kinder bestmöglich damit vertraut machen“, sagt die Kitaleiterin. Das neue Tablet sei ein besonderes Highlight, denn es lasse sich viel leichter in die Gruppe integrieren. „Die Schlaumäuse fördern nicht nur den richtigen Umgang mit dem Computer und mit der Sprache, sondern steigern auch die Wahrnehmung der Kinder.“

700 Wörter sollte ein Grundschulkind in Deutschland beim Verlassen der Grundschule beherrschen. Diese Zahl gilt als Standard der Spracherziehung. In der Realität sieht das jedoch meist anders aus. Mindestens jedes fünfte Kind wird mit sprachlichen Defiziten eingeschult. „Das stimmt leider“, bestätigt Gaby Plöger, Rektorin der Feldbergschule aus Mainz. Dank der Kreativität der Klasse 4 A hat die Grundschule den Wettbewerb um das längste Wort Deutschlands gewonnen und für die Wortschöpfung „Kindergartenabschlussfestessenvorbereitungsarbeitsgruppentreffen“ ebenfalls einen Tablet-PC erhalten.

„Die Kinder sind sprachärmer, weil zuhause nicht mehr so viel kommuniziert wird. Außerdem fehlen Kindern mit Migrationshintergrund vielfach Sprachvorbilder“, lautet ihre Erklärung für die Sprachdefizite der Grundschulkinder. An ihrer Schule rangiert Sprachförderung an oberster Stelle. „Wir möchten für die Kinder möglichst viel erreichen. Und Sprache bedeutet nun einmal die Teilnahme am Leben“, so die Rektorin. Auch im Bereich neuer Medien sei die Feldbergschule gut aufgestellt: „In jeder Klasse haben wir 2-3 PCs und Internetzugang. Wir arbeiten mit Lernprogrammen, die auch für unsere Kinder mit Beeinträchtigungen eine große Hilfe darstellen.“ Die Schlaumäuse sind Rektorin Gaby Plöger bestens bekannt, da sie in dem angegliederten Kindergarten eingesetzt werden. „Das Lernprogramm ist eine gute Unterstützung und ein Baustein zur Sprachförderung.“

Mehr zum Thema

Stationen der Tour 2013
Das Schlaumäuse-Mobil begibt sich zum zweiten Mal auf eine deutschlandweite Tour und besucht zahlreiche Kitas, die mit den beliebten Schlaumäusen arbeiten.
Angela Merkel trifft Schlaumäuse
Ein „Schlaumäuse“-Team traf die Bundeskanzlerin in München bei der Veranstaltung „Frauen für Merkel“. Auch andere Politikerinnen interessierten sich für das Sprachlernprogramm.