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Unter Freunden lernen

Dienstag, 9 Mai, 2017
Catrin Krawinkel
Veranstaltung
Mehr als 60.000 fünf- bis neunjährige Kinder mit Fluchthintergrund stehen vor der Herausforderung, möglichst schnell Deutsch zu lernen. Um ihnen dabei zu helfen, arbeiten der AWO-Bundesverband und die Schlaumäuse-Initiative eng zusammen.

Staatsministerin Aydan Özoguz sichert Unterstützung zu. Über 600.000 Kinder haben in Deutschland einen Asylantrag gestellt, berichtet Aydan Özoguz, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration auf der Konferenz „Integration durch Sprache“, zu der Microsoft Berlin am 21. April geladen hatte.
Frühe Sprachförderung einwesentlicher Grundpfeiler
Wichtig sei für sie eine frühe Sprachförderung, sagte die Hamburger Politikerin: „Die Kinder sollen das Gefühl haben, unter Freunden zu lernen und dass Deutsch lernen Spaß macht.“ So wie mit den Schlaumäusen. Deshalb freue sich die Staatsministerin ganz besonders über die Kooperation zwischen der AWO und der Schlaumäuse-Initiative, die darauf abzielt, die Deutschsprachkenntnisse von Kindern verbessern zu helfen. Gleichzeitig begrüßt sie, dass bei der Sprachförderung ein Tablet eingesetzt wird. „Manche Kinder glauben, dass ein Tablet nur zum Filmchen gucken da ist. Dass man ein Tablet auch zum Lernen nutzen kann, ist ein toller Lerneffekt.“

Starke Partnerschaft
Gemeinsam mit den Initiatoren der Schlaumäuse-Initiative übergab die Staatsministerin symbolisch 75 Starterpakete mit je einem Tablet und Schlaumäuse-App an Selvi Naidu, Vorstandsmitglied des AWO-Bundesverbandes. Zusätzlich erhalten bundesweit alle AWO- Einrichtungen Unterstützung durch Schlaumäuse-Fortbildungen, die von Medienpädagogen ausgeführt werden. „Wir sind im gesamten Bundesgebiet vertreten und leiten 2500 Tageseinrichtungen mit 170.000 Kindern. 42.000 von ihnen haben einen Migrationshintergrund“, sagte die gebürtige Berlinerin. „Spracherwerb ist ein wesentlicher Baustein, aber auch eine Herausforderung. Die Schlaumäuse verbessern nicht nur den Spracherwerb, sie fördern auch die digitale Bildung. Die Kooperation kommt für uns zur richtigen Zeit“, lobte Selvi Naidu.

Ziele der Schlaumäuse-Initiative
Die Kooperation mit der AWO ist erst der Anfang. „Unser Ziel ist es, 100.000 Kinder mit Fluchthintergrund mit der Schlaumäuse App zu erreichen“, sagte Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft Deutschland. „Dabei sind wir auf Kooperationen zur Ausbreitung der Initiative mit Ministerien, Wohlfahrtsverbänden und kommunalen Verbänden, NGOs und Unternehmen angewiesen“. Bereits heute arbeiten mehr als 12.000 Kindertagesstätten und Schulen mit der Lernsoftware. Seit einem halben Jahr steht die neueste Version als Universal-App für Windows 10, Android und iOS bereit und bietet neben Deutsch drei weitere Sprachen an, in denen sich die Kinder die Aufgaben erklären lassen können: Englisch, Französisch und Arabisch. Auf diese Weise können auch Kinder ohne deutsches Hörverständnis die Sprachlernsoftware nutzen und spielerisch Deutsch lernen. Die mehrsprachige Lern-App stößt auf große Nachfrage: fast 20.000-mal wurde sie seitdem installiert.

Weiterführende Informationen

Microsoft Deutschland.