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Hilfestellung für Eltern

Donnerstag, 14 September, 2017
Catrin Krawinkel
Tipps & Tricks
In den ersten Grundschuljahren haben Lehrer ein wichtiges Ziel: Den Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Denn beides ist der Schlüssel zur Bildung und zur Integration in die Gesellschaft. Bereits in vielen Kitas sammeln die Vorschulkinder erste Lese- und Schreiberfahrungen.

Ein weiterer fundamentaler Ort des Lernens ist die Familie. Die Eltern können den Umgang mit der geschriebenen Sprache vorleben und die Neugier der Kinder auf die Welt der Buchstaben und das Lesen wecken, indem sie Bücher, Magazine und Zeitungen in ihren täglichen Alltag integrieren.
Vorlesen motiviert zum Lesen lernen
Regelmäßiges Vorlesen ist ein wichtiges Ritual, mit dem Kinder schon früh für das Lesen begeistert werden. Tipp: Bei der Auswahl der Lektüre sollte das Kind unbedingt miteinbezogen werden, denn nur durch das selbständige Entdecken eigener Interessen kann eine Lesemotivation entstehen.

Tipp: Gemeinsame Besuche in der Bücherei, wo sich das Kind die Bücher selber aussuchen darf, erhöht das Interesse noch mehr.

Tipp: Beim Vorlesen das Kind mit einbeziehen und nach einzelnen Textabschnitten Fragen stellen oder sich begleitende Bilder erklären lassen.

Buchstaben kennenlernen
Grundvoraussetzung für das selbständige Lesen ist das Erkennen der Buchstaben.

Tipp: Mit dem Schreiben des eigenen Namens und den Namen der Geschwister und Eltern machen sich Kinder mit immer mehr Buchstaben vertraut. Auch Spiele, bei denen Bilder und Fotos mit einzelnen Buchstaben und deren Laut kombiniert (A = Apfel, B= Burg), werden, sensibilisieren die Kinder.

Tipp: Den Alltag mit kleinen Buchstabenlernspielen anreichern. Dazu eignen sich Kühlschrankmagnetbuchstaben, die zu immer neuen Worten zusammengesetzt werden. Auch das gemeinsame Lesen von Schildern und Plakaten sorgt für eine weitere Verinnerlichung. Weitere spielerische Elemente sind: Das Buchstaben-Klatsch-Spiel. Hierbei wird ein Wort genannt. Wenn ein bestimmter Buchstabe darin vorkommt, wird geklatscht. Wer zuerst klatscht, darf einen Schritt nach vorne gehen. Wer falsch klatscht, muss einen Schritt zurück. Zweites Spielebeispiel: Basteln Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Poster mit Buchstaben und Anlautbildern. Dann erzählen Sie dem Kind eine Geschichte. Beispiel: Eine Maus trifft einen Elefanten. Das Kind zeigt dabei auf die entsprechenden Buchstaben und Bilder. Für jede richtige Antwort gibt es ein Gummibärchen. Denn auch Belohnungen sind wichtig, um das Kind zu motivieren.

Silben üben
Tipp: Üben Sie Silben. Dazu schreiben Sie Silben wie la, le, li, lo auf Kärtchen und legen diese verdeckt auf den Tisch. Abwechselnd werden die Karten aufgedeckt und vorgelesen. Bei richtigen Antworten darf die Karte behalten werden. Wer am Ende die meisten Karten hat, gewinnt.

Tipp: Wenn das Kind erste Leseerfahrungen gesammelt hat, wechseln Sie sich beim gemeinsamen Lesen ab. Korrigieren Sie das Kind nicht, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen. Hören Sie gut zu und sprechen Sie mit Ihrem Kind in kleinen Lesepausen über den Inhalt. So erkennen Sie, ob das Leseverständnis auch beim lauten Vorlesen ausgeprägt ist.

Tipp: Nichts erzwingen, keinen Druck ausüben, geduldig sein und die Lesesequenzen zunächst auf 5-10 Minuten beschränken. Denn auch kleine Fortschritte können große Anstrengungen kosten.

Nicht bis zur Schule warten
Ab wann sollte ein Kind mit den ersten Leseschritten beginnen? Eine Studie der Washington University im amerikanischen St. Louis hat ergeben, dass auch schon Dreijährige in der Lage seien, geschriebene Wörter wiederzuerkennen und es deutlich früher möglich ist, Kinder mit dem geschriebenen Wort vertraut zu machen.

Schlaumäuse als Lernhilfe
Ob Vorlesegeschichten, Silben- oder Anlautspiele, die Schlaumäuse-App bietet noch viel mehr unterstützende Leselernhilfen in Form von kindgerechten Lernspielen. Auch Eltern können sich die App für Zuhause aus dem Netz herunterladen. Die digitalen Schlaumäuse motivieren die Kinder auf wunderbare Weise, sich mit der deutschen Sprache auseinanderzusetzen. Probieren Sie es aus. Vor allem motivieren sie auch kleine Lesemuffel, denn Deutsch mithilfe eines digitalen Lernspiels zu entdecken, ist für manche Kinder viel spannender, als ein Buch in die Hand zu nehmen.