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Mäuse für die Wackelzähne

Donnerstag, 30 November, 2017
Catrin Krawinkel
Aus der Praxis
Die Kita Regenbogen arbeitete bereits mit der 1. Version der Lernsoftware und ist auch nach 12 Jahren noch eine überzeugte Schlaumäuse-Kita.

Die Kita Regenbogen im Erzgebirge ist seit über einem Jahrzehnt mit dem Einsatz der Schlaumäuse vertraut. Kitaleiterin Katja Hoffmann erzählt vom Umgang mit der Lernsoftware und warum sie jetzt nach Bedarf zur Verfügung gestellt wird.
Langsam hält die besinnliche Jahreszeit Einzug in die Kita Regenbogen im sächsischen Stollberg. Die ersten Weihnachtssterne werden in die Fenster der Kindertagesstätte im Erzgebirge gehängt. Plätzchen backen mit den Kindern und die Teilnahme an einem Weihnachtsmarkt stehen auf dem Programm. Dennoch achtet Kitaleiterin Katja Hoffmann darauf, dass Bildung und Erziehung ihrer aktuell 113 Kinder aus Kita und Hort für Grundschulkinder auch vor Weihnachten nicht zu kurz kommen. Einen Lernbaustein bilden die Schlaumäuse.

Katja Hoffmann: „Wir kennen die Schlaumäuse schon seit ca. 2005 und haben unsere Kita auch mit einem Schlaumäuse-Schild markiert.“

Welche Kinder dürfen mit den Schlaumäusen spielen?
Neben unseren Grundschulkindern aus dem Hort dürfen auch unsere Wackelzähne, das sind unsere Vorschulkinder, mit dem Schlaumäuse-Programm arbeiten.

War das früher anders?
Der Einsatz hängt immer von der Meinung der Eltern ab. Jetzt sagen die Eltern, dass auch schon die Vorschulkinder den Umgang mit dem PC lernen sollen. Im gesunden Maß, versteht sich.

Wie werden die Schlaumäuse in den Kita-Alltag integriert?
Sie werden im Früh- oder Spätdienst ganz flexibel eingesetzt. Wir haben mit den Eltern abgesprochen, dass die Kinder maximal täglich zehn bis fünfzehn Minuten damit spielen dürfen. Darüber hinaus haben wir den Eltern den Zugang für Zuhause nahegebracht, so dass die Kinder auch dort mit den Schlaumäusen spielen können.

Wie ist die Resonanz der Kinder auf die Schlaumäuse?
Sie spielen sehr gerne damit. Das Schöne ist, dass die Schlaumäuse auch den Dialog untereinander fördern und die Gespräche mit anderen Kindern ankurbeln.

Stellen Sie bei den Kindern Herausforderungen hinsichtlich Dialektik fest?
Sicherlich spielt Dialekt eine Rolle im Erzgebirge. Ansonsten bin ich davon überzeugt, dass viel Sprechen oder auch Vorlesen gute Ergebnisse bei Kindern erzielt. Auch Eltern sind hier sehr gefragt. Wir bieten in unserer Kita zusätzlich noch eine Sprechkiste an. Bei dem Programm setzen wir eine Logopädin für die Schulvorbereitung ein. Dort kann ganz gezielt mit Kindern und Familien gearbeitet werden. Wir erleben positive Ergebnisse immer in der ersten Klasse, also bei unseren Hortkindern.

Wie viele PCs bzw. Tablets stellen Sie den Kindern zur Verfügung?
Wir haben ein Tablet, so ist die Kontrolle gegeben. Wir sind eine integrative Einrichtung und nutzen die Schlaumäuse auch als zielgerichtete Sprachförderung für unsere Kinder mit Entwicklungsstörungen.