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Es ist bis heute das einzige Programm, das ich guten Gewissens bei meiner Arbeit einsetzen kann.

„Kids in Berlin“

We love Schlaumäuse!

Medienpädagogin Sina Schreck arbeitet seit 2007 in den bilingualen „kids in berlin“-Kindergärten mit der Lernsoftware

Kookaburra, Wallaby oder White Cockatoo – hinter diesen klangvollen Namen verbergen sich drei von insgesamt acht internationalen „Kids in Berlin“ -Kindergärten. Dort werden die Kinder nicht nur zweisprachig – in der Regel auf Deutsch und Englisch – betreut, sie nehmen auch an medienpädagogischen Kursangeboten der Magpie Mediakids, der Medienschule von Kids in Berlin, teil. Ob selbstgedrehte Trickfilme oder das Erstellen von Fotobüchern – Medienpädagogin Sina Schreck (33) begeistert die Vorschüler mit spannenden Projekten. Warum die Schlaumäuse bereits seit Jahren mit auf dem abwechslungsreichen Lernprogramm stehen, verrät die Mutter einer vierjährigen Tochter in einem Interview.
Seit wann arbeiten Sie als Medienpädagogin?
Ich habe Erziehungs- und Medienwissenschaften studiert und bin seit Ende meines Studiums im Jahr 2007 als Medienpädagogin bei ‚Kids in Berlin‘ tätig. Inzwischen unterstütze ich die Kinder in vielen der acht Einrichtungen dabei, sich im Umgang mit neuen Medien vertraut zu machen.

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
Ich finde es wahnsinnig wichtig, dass Kinder gut auf eine verantwortungsvolle Mediennutzung vorbereitet werden. Unsere Welt ist so von den Medien beeinflusst, dass es einfach wichtig ist, dass man die Kinder sorgsam an sie heranführt.

Wie machen Sie die Kinder mit neuen Medien vertraut?
In zahlreichen Projekten lernen die Vorschüler einmal in der Woche, verschiedene Themen aktiv mit neuen Medien umzusetzen. Wir haben zum Beispiel die Märchen ‚Frau Holle‘ und ‚Sterntaler‘ als Hörspiele aufgenommen. Die Kinder haben dabei alle Texte eingesprochen und auch die Geräusche selbst aufgezeichnet. Auch Trickfilme mit Knetmännchen zu erstellen oder die Gestaltung von Fotobüchern zählen zum Lernangebot. Mithilfe dieses kreativen Zugangs lernen die Kinder spielerisch den sorgsamen Umgang mit der dazu erforderlichen Technik. Wir haben auch schon einen Computer auseinandergenommen und die einzelnen Bestandteile unter die Lupe genommen. Das Zurechtfinden auf einem Windows-Rechner wird spielerisch geschult. Als Anreiz für diese Kenntnisse und Fähigkeiten wird das Computerseepferdchen verliehen, das die Vorstufe des Computerführerscheins ‚Junior Comp@ss‘ darstellt, der auch bei uns erworben werden kann.

Seit 2007 arbeiten Sie erfolgreich mit der Schlaumäuse-Software. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
Als ich angefangen habe, als Medienpädagogin zu arbeiten, habe ich intensiv nach Lernprogrammen gesucht, die ich gut in der Kita mit Vorschulkindern umsetzen kann. Bei dieser Recherche bin ich auf die Schlaumäuse gestoßen. Es ist bis heute das einzige Programm, das ich guten Gewissens bei meiner Arbeit einsetzen kann. Sonst gibt es da leider nichts Vergleichbares. Im Gegensatz zu den Schlaumäusen sind es oft einfach nur Spiele, die keinen spürbaren Lerneffekt haben. Vieles ist bei anderen Programmen viel zu kompliziert, auch werden die Spielstände dort nicht gespeichert.

Sind Sie als Medienpädagogin davon überzeugt, dass der Einsatz von computergestützten Lernprogrammen zur Sprachbildung von Vorschulkindern beiträgt?
Auf jeden Fall! Nicht als Ersatz für gemütliches Büchervorlesen oder für wirkliche Sprachförderungsprojekte, aber es ist eine zusätzliche Möglichkeit, das Interesse für Sprache und die Neugier in Bezug auf Buchstaben und Wörtern zu wecken. Ich denke, es gibt Kinder, die man gerade mit den multimedialen Angeboten erreichen kann. Diese finden die Schlaumäuse ganz toll, weil sie am Computer stattfinden. Wenn sie mit den Schlaumäusen spielen, sind sie auf einmal hoch motiviert und können sich super konzentrieren.

Können Sie weitere Beispiele aus Ihrer Berufspraxis nennen?
Im Moment haben wir ein Kind, das aus Skandinavien kommt und gerade erst damit begonnen hat, deutsch zu lernen. Die Schlaumäuse können ihm prima dabei helfen. Außerdem haben mich kürzlich die Sprachfortschritte eines vierjährigen Kindes in Erstaunen versetzt. Ich habe mich gewundert, warum es die Buchstaben so toll nennen kann. Dann wurde mir berichtet, dass es zuhause ebenfalls mit dem Programm spielt. Dadurch hat das Kind einen enormen Sprung gemacht.

Wie viele Kinder betreuen Sie derzeit, die sprachlich nicht so fit sind?
Wir sind eine internationale Kita, in der die Kinder zweisprachig betreut werden. Die Eltern legen sehr viel Wert auf Sprache. Dadurch haben die Kinder einen ganz anderen Start. Da alle Kinder sprachlich relativ weit sind, lernen sie durch die Schlaumäuse noch mehr dazu.

Die Bundesländer bieten Bildungsprogramme an, setzen immer wieder Mittel für Sprachförderungen ein und dennoch haben so viele Kinder in Deutschland Sprachprobleme. Woran liegt das, und was würden Sie verbessern?
Ich glaube es liegt an dem Umfeld, in dem sie aufwachsen. Wenn in der Familie nicht ausreichend miteinander gesprochen wird, ich als Elternteil wenig zuhöre und wenig Fragen stelle, keine Bücher vorlese oder gemeinsam mit dem Kind ein Bilderbuch anschaue, dann sind die Grundvoraussetzungen für die Sprachbildung eines Kindes bereits sehr schlecht. Die Kitaeinrichtungen, die oft unter einem Mangel an geschultem Fachpersonal leiden, sind dann nicht in der Lage, das zu kompensieren, was in der Familie falsch läuft. Es wäre daher wünschenswert, wenn Erziehungskräfte zum einen mehr Kompetenzen im Bereich Sprachförderung in ihrer Ausbildung erhalten. Zum anderen sollte mehr Personal in den Kitas eingesetzt werden. Um mehr junge Menschen für den Beruf im Erziehungsbereich zu interessieren, wäre es außerdem wichtig, wenn Erziehungskräfte in Deutschland endlich ein höheres Ansehen hätten und man ihnen mehr Wertschätzung durch attraktivere Arbeitsbedingungen entgegen bringen würde.