Anmelden Kontakt | Nutzungsbedingungen | Datenschutz und Cookies | Impressum
no description
no description
no description
no description
 
Die neue Schlaumäuse-Version führt das pädagogische Konzept des entdeckenden Lernens weiter.

Thema Analphabetismus

Vom Abc-Schützen zum Analphabeten

Das Thema Analphabetismus ist kein Phänomen der Dritten Welt. Auch in Deutschland können 7,5 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben.

Die erste Aufregung ist vorbei. Tausende Abc-Schützen haben spannende Tage und Wochen vor und nach der Einschulung hinter sich und sind im Schulalltag angekommen. Nun heißt es lesen und schreiben lernen. Die meisten werden das in den nächsten Jahren schaffen – aber nicht alle. Besonders Kinder, die bei der Einschulung nur schlecht Deutsch sprechen und verstehen, haben es schwer. Sprachtests beweisen, dass zehn bis 15 Prozent aller deutschen Erstklässler so gravierende Verständnis- und Ausdrucksschwierigkeiten haben, dass sie dem Unterricht nur schwer folgen können.
Bei Kindern mit Migrationshintergrund liegt der Anteil sogar bei bis zu 30 Prozent. „Wenn Kinder wegen mangelnder Sprachkompetenz dem Unterricht in der Grundschule nicht folgen können, dann ist der Weg vom Abc-Schützen zum Analphabeten fast schon vorprogrammiert“, warnt Prof. Dr. Gerd Mannhaupt, Professor für Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung an der Universität Erfurt: „Eine sinnvolle Förderung muss deshalb möglichst schon im Vorschulalter ansetzen.“

Alarmierendes Ergebnis
Weltweit können fast 800 Millionen Menschen nicht hinreichend lesen und schreiben. Was viele gerne vergessen: Auch in Deutschland leben 7,5 Millionen Analphabeten. Die „leo.“-Studie der Universität Hamburg präsentierte 2011 alarmierende Ergebnisse: 2,3 Millionen Menschen in Deutschland können gar nicht oder nur einzelne Worte lesen und schreiben. 5,2 Millionen Menschen lesen und schreiben zwar einzelne Sätze, scheitern aber schon an kurzen Texten.

Damit zählen insgesamt fast 15 Prozent der deutschen Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren zur Gruppe der funktionalen Analphabeten. Sie finden sich in Beruf und Gesellschaft nur schwer zurecht. Soziale oder berufliche Nachteile haben aber häufig auch die weiteren 13,3 Millionen Menschen in Deutschland, die selbst bei gebräuchlichen Worten grobe Rechtschreibfehler machen.

Und das Problem beginnt noch viel früher. Schon in der Schule scheitern viele Kinder und Jugendliche an der deutschen Sprache.

Frühkindliche Sprachförderung
Die Beherrschung der deutschen Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Schulkarriere und das Fundament einer beruflichen Zukunft. Deshalb konzentriert sich Microsoft mit der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ schon seit 2003 auf die frühkindliche Sprachförderung. Über 12.000 Bildungseinrichtungen arbeiten bereits mit der mehrfach ausgezeichneten Schlaumäuse-App, Tausende Vorschulkinder haben sich schon gemeinsam mit Lette und Lingo, den beiden Schlaumäusen, spielerisch auf den ersten Schultag vorbereitet.

Mehr zum Thema

Sprachentwicklung fördern
Dem frühkindlichen Spracherwerb wird aus gutem Grund gezielte pädagogische Aufmerksamkeit gewidmet. Denn Sprachdefizite können für die Entwicklung von Kindern eine große Belastung darstellen.
Frühkindliche Bildung
Immer mehr und immer jüngere Kinder werden außerhalb der Familie betreut. Das birgt Chancen, aber auch Risiken.