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Die Schlaumäuse unterstützen den Spracherwerb effektiv und trotzdem spielerisch.

Frühkindliche Bildung

Jeder Euro zahlt sich aus

Immer mehr und immer kleinere Kinder werden außerhalb der Familie betreut. Das birgt Chancen, aber auch Risiken.

Experten kritisieren, dass Deutschland im internationalen Vergleich immer noch viel zu wenig in die frühkindliche Bildung investiert. In den Industrienationen werden immer mehr Kinder in Kindertagesstätten betreut. Inzwischen besuchen bereits 80 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren in den OECD-Staaten eine Betreuungseinrichtung – in Deutschland sind es sogar 97 Prozent.
Auch bei den jüngeren Kindern nimmt die Betreuungsquote zu. Während laut Statistischem Bundesamt im Frühjahr 2009 bundesweit erst 413.000 Kinder unter drei Jahren eine Betreuungseinrichtung besuchten, waren es im März 2017 bereits 763.000 Kinder.

Für die Kinder birgt dieser Wandel große Chancen, aber auch Risiken. „Eine gute Förderung und Betreuung in Kindergärten kann entscheidend zur sozialen, sprachlichen und kognitiven Entwicklung der Kinder beitragen und helfen, soziale Benachteiligungen zu verringern“, sagt Prof. Dr. Gerd Mannhaupt, Professor für Grundschulpädagogik und Kindheitsforschung an der Universität Erfurt: „Allerdings müssen diese Einrichtungen auch die spezifischen Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen der Kinder erfüllen, sonst können sich bestehende Benachteiligungen sogar verfestigen.“

Früh investieren
Zu wenig in die Kinderbetreuung und Frühförderung einzubringen, sei ein Fehler, meint die Friedrich-Naumann-Stiftung in einem Positionspapier: „Jeder Euro, der in die frühkindliche Bildung investiert wird, verhindert kostspielige Korrekturen in späteren Lebens- und Bildungsphasen.“ Denn die Qualität von Kindertagesstätten habe umfassende Langzeitauswirkungen auf die spätere Schulleistung und Entwicklung in der Grundschule. Mehr frühkindliche Förderung fordert auch der Bildungsmonitor 2012 des Instituts der deutschen Wirtschaft und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „Wenn es uns gelingt, früh mehr zu investieren, dann haben wir große Chancen, auch bei Personen mit Migrationshintergrund deutlich bessere Ergebnisse zu erreichen“, sagt der Leiter der Studie, Axel Plünnecke. Vor allem in den skandinavischen Ländern sei die Schere zwischen Kindern aus bildungsnahen und Kindern aus bildungsfernen Familien deutlich kleiner als in Deutschland.

Bessere Bildungschancen
Länder wie Kanada zeigen, wie eine gezielte Sprachförderung im frühkindlichen Bereich die Integration von Einwanderer-Kindern positiv beeinflusst. Diesen Ansatz greift auch Microsoft auf und engagiert sich schon seit 2003 für die frühkindliche Sprachförderung und will mit der App die Grundlage für den weiteren Bildungsweg ebnen.

Die Microsoft-Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprachentwicklung von Vorschulkindern spielerisch zu fördern. Über 12000 Einrichtungen arbeiten bereits mit der mehrfach ausgezeichneten Schlaumäuse-Lernsoftware. Die Einführung der Schlaumäuse wird wissenschaftlich von Studierenden der Universität Erfurt unter der Leitung von Prof. Dr. Gerd Mannhaupt unter anderem mit mehreren Praxisanwendungen in Test-Kindertageseinrichtungen begleitet. Diese Evaluation soll sicherstellen, dass die neue App optimal auf die Bedürfnisse der jungen Anwender eingestellt werden kann.

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